Chronik

Text und Recherche von Erwin Weber, Langsur (1990), aufbereitet von Michael Reichling, Frank Henter

Die Entstehung

Im Jahre 1902 kam ein neuer Lehrer, Josef Haas, nach Langsur. Er begann damit, die an Gesang, Musik und Spiel interessierten Jugendlichen zu sammeln. Er begeisterte sie durch Schilderungen von andernorts bestehenden Jünglingsvereinen, die die kulturellen Belange der Gemeinde dort wahrnahmen. Man war sich mit Lehrer Haas einig und gründete im Januar 1903 den „Katholischen Jünglingsverein Langsur“.
Es wurden Statuten ausgearbeitet und beschlossen, jeden Monat eine Generalversammlung abzuhalten. Aufgabe des Jünglingsvereins war es, Gesang, Spiele und Bräuche zu pflegen und zu fördern. Bis dahin bestand kein Verein in Langsur.

Gründungsbild des „Katholischen Jünglingsverein Langsur“ im Jahr 1903
Obere Reihe v.l.n.r.: Johann Paulus, Johann Etringer, Peter Ries, Berhard Binz, Peter Metzdorf, Matthias Ries, Lehrer Josef Haas, Johann Hoffmann, Matthias Funk, Johann Schons, Johann Diedrich, Josef Dahlem, Matthias Gotting, Josef Paulus, Matthias Hoffmann, Johann Permesang, Johann Wagner, Matthias Paulus, Matthias Schons, Peter Hoffmann, Johann Fischer, Peter Maximini, Johann Ries, Michel Diedrich

Aber auch Turnen und Ballspielen wurde innerhalb des Jünglingsvereins betrieben. Aus einem Protokoll vom 05. Mai 1912: „Werden an einem Sonntag Ausflüge gemacht, werden wir uns am anderen mit Turnen und Spiel begnügen.“ So wurde dann 1913 der „Sportverein Langsur“ gegründet. Wieder waren es vorwiegend Mitglieder
des Jünglingsvereins, die an der Gründung eines neuen Vereins beteiligt waren. Nun hieß es für viele der
Jugendlichen, die jetzt in drei Vereinen waren, sich zu entscheiden, welchem Verein sie sich in Zukunft anschließen
wollten. Die Beiträge für drei Vereine waren fast nicht aufzubringen. So heißt es in einem Generalversammlungsbericht: ‘Die jüngeren Mitglieder sind von heute ab aus dem Verein ausgeschieden.“ 1913
bestand der Jünglingsverein Langsur 10 Jahre. Auf einer Generalversammlung wurde der Kassenstand von
168,06 Mark festgehalten. Vom Vorstand wurden für jedes Mitglied zwei Glas Bier á l5 Pfennig bewilligt. Der
Gründer des Vereins, Herr Lehrer Haas, schilderte das Vereinsleben seit seines Bestehens.
Es wurde beschlossen, das Stiftungsfest in diesem (guten) Jahr zu feiern.

Sportverein Langsur, 1930
v.l.n.r.: Nikolaus Weber, Marcel Meyer, Johann Etringer, Josef Hoffmann, Michel Weber,
Peter Fries, Franz Fries, Josef Modert, Josef Thull, Matthias Hoffmann, Peter Lutz, Josef Steinbach,
Theodor Bamberg

 

 

 

Die Vereinsfarben waren schwarz-weiß. Die ersten Trikots kamen aus Berlin. Gleich von Beginn an spielte der
SV Langsur international. Der erste Sportplatz, der auf der „blauen Erde“, lag auf luxemburgischen Terrain.
Bis 1939 hieß der Verein DJK Langsur, danach SV Langsur. In den letzten Kriegsjahren ruhte der Spielbetrieb,
wurde aber wieder angekurbelt von Peter Bamberg, der einen Lederball aus englischer Kriegsgefangenschaft
mitbrachte. Die Spielerfrauen nähten neue Trikots. Zu Auswärtsspielen reiste man in Pferdekutschen,
später im LKW der Mühle Lutz.

1913 – 1965

Erste Mannschaft nach dem Krieg:
Bernhard Hinz, Arnold Hoffmann, Hubert Thull,
Peter Fries, Nikolaus Lutz, Emil Paulus, Werner Hoffmann,
Peter Hoffmann, Josef Paulus, und Johann
Hoffmann

 

 

 

Das ist die junge Fußballmannschaft des SV
Langsur, die in der C-Klasse, Staffel Sauer/Mosel,
nach langer Pause den Spielbetrieb wieder aufgenommen
hat und versuchen will, an die ruhmreiche
Tradition des SV anzuknüpfen.

 

 


A-Jugend des SV Langsur: Stehend von links:
Raimund Fries, Heinz Schweich, Kurt Hoffmann,
Raimund Schiff, Werner Orth, Jugendleiter Erwin
Weber. Vorne von links: Norbert Kaspari, Reinhold
Weber, Wolfgang Schmidt, Hans Bamberg, Richard
Jakoby, Klaus Schmidt, Egbert Ries

 

 

Sportanlage Brüderwies in den 50er Jahren

 

 

 

 

 

 

 

Die Mannschaft des SV Langsur am 15. März 1958 nach einem Spiel in Kenn

 

SV Langsur 1963:
K. Lellinger, H. Bracker, G. Hepp, W. Scala, P. Heintz, A. Thull, U. Bracker, A. Braun, H. Schons, E.
Weber, J. Bamberg, W. Steil

 

1966 – 1984

A-Jugend des SV Langsur 1971:
Stehend v.l.: Trainer E. Weber, P. Hoffmann, K. Filges,
A. Sturm, U. Heintz, H. Permesang, O. Thull,
kniehend v.l.: R. Ries, W. Deutschen, K. Hoffmann,
B. Kaspari, M. Hauer

 

 


Die Senioren Mannschaft Anfang der 70er:
Stehend v.l.: J. Stork, K. Filges, O. Hoffmann, H.
Paulus, A. Weistroffer, U. Heintz, E. Ries, E. Weber,
kniehend v.l.: H. Bamberg, B. Kaspari, L. Bauer, K.
Hoffmann, R. Ries, P. Hoffmann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Kopfballduell aus dem Meisterschaftsspiel SV Langsur gegen TuS Saarburg.

 

Für das rote Kreuz: Die Mannschaften aus Zewen
und Langsur 1974.

 

 


Stehend v.l.: W. Steil, R. Fischer, P. Heintz, J. Stark,
R. Weber, A. Gries, A. Ladegalleri, E. Drautzburg,
W. Matzert, kniehend v.l.: R. Dahlem, H Schons, H.
Ries, H. Bamberg, E. Weber

 

 


AH des SV Langsur:
Stehend v.l.: Betreuer H. Oberweis, J. Stork, M.
Heck, A. Gries, E. Diederich, F.B. Mertz, H. Simmer,
H. Bischof, D. Vogt, kniehend v.l.: H. Schons, G.
Tormeyer, A. Ladegalleri, H. Ries, Ch. Pontzlet, A.
Weistroffer, Schiedsrichter K. Meis

 


Der SVL Ende der 70er in Mesenich:
Stehend v.l.: J. Stork, R. Weber, H. Paulus, O. Hoffmann,
E. Ries, kniehend v.l.: E. Weber, H. Christian,
H. Bamberg, N. Kaspari, L. Bauer

 

 

Verabschiedung von Erwin Weber (SVL I) 1983.
Stehend v.l.: J. Meyer, P. Lutz, B. Kaspari, L. Bauer,
P. Hoffmann, A. Weistroffer, U. Heintz, Bürgermeister
R. Ries, kniehend v.l.: P. Schnith, A. Berschens,
A. Hoffmann, R. Ries, K. Filges, E. Weber, W. Steil